Wir spielen am Samstagabend zum wiederholten Male in der Alten Räucherei in Burg. Zum ersten Mal allerdings in der neuen Besetzung. Während die Alt-Crew die Aufbauprozedur auf der Minibühne bereits gut kennt, ist es für mich hier die Premiere. Merke, je kleiner die Bühne, umso schwieriger der Aufbau. Nachdem das Schlagzeug steht, sind gefühlt Dreiviertel der Bühnenbretter belegt. Dann folgen Verstärker, Boxen, Mischpult und Stative, und schon ist das letzte Viertel voll. Wir schieben, stapeln und optimieren, bis wir drei Standplätze für die zupfende Fraktion vom Equipment zurückerobert haben. Ich platziere mich zwischen Verstärkerstapel und Alex. Verblüfft stellen wir fest, dass ich als menschlicher Soundfilter vor den Boxen wirke. Eine 90°-Drehung hilft. So fällt auch die Entscheidung für meine Bühnen-Moves leicht. Es gibt keine.
Zwischen Aufbau und Gig liegt noch das liebevolle eingerichtete Backstageparadies, wo uns köstlicher selbstgemachter Kartoffelsalat und Würstchen erwarten. Wir stärken uns und entern die Bühne. Der Saal ist inzwischen sehr gut gefüllt und wir beginnen „Sure Hope it ain’t a Train“ mit einem neuen Intro. Nach unseren zwei Sets ist das Publikum begeistert und wir sind es auch. Ein großes Lob an die Veranstalter für diesen tollen Live-Club. Und für den Kartoffelsalat. Und Dank an meine Bandkollegen, dass wir uns bei dem spärlichen Platzangebot nicht gegenseitig von der Bühne geschubst haben.

